Erfolg auf Umwegen

Foto: unternehmerakzente.de

Heute möchte ich Sie / euch auf einen Blogbeitrag aufmerksam machen, den ich sehr schön und auch sehr treffend fand. Ich erkenne meinen Lebensweg darin sogar ein bisschen wieder 😉

http://n-blickwinkel.userblogs.uni-hamburg.de/journal/erfolg-auf-umwegen-erfolgreiche-umwege/


Abb.: n-blickwinkel.userblogs.uni-hamburg.de

Daher gilt für mich (und damit ist NICHT die Deutsche Bahn gemeint):

Genieße in vollen Zügen dein Leben hier auf Erden
selbst wenn aus vermeintlichen Abkürzungen…   Umwege werden

Und noch was Schönes hab ich auf http://www.paradise-wow.de gefunden. Das Foto links, das mich zum Schmunzeln gebracht hat, und das folgende Zitat:

“Der Umweg ist das Ziel. Die Ankunft nur der letzte Akt. Die Sinne öffnen für den Wegesrand. Er ist das, was aus leben Leben macht.”

Bildquelle: visualstatements.net

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Stern von Bethlehem

Mit unseren Schafen machen wir uns auf den Weg
dem Stern von Bethlehem zu folgen
dabei bewegen wir uns auf einem schmalen Steg
irgendwo zwischen der Erde und den Wolken

Manchmal jagen wir dem falschen Stern hinterher
sind voller Hoffnungen und Illusionen
doch den Stern, den gibt’s gar nicht mehr
oder es gelingt uns nicht, ihn einzuholen

Wir werden vom Schein des Sterns geblendet
wann wird es endlich soweit sein
dass sich alles zum Guten wendet
doch noch sind wir auf unserer Suche allein

Irgendwann kommt der Tag, an dem wir ankommen werden
und ergriffen auf das schauen, was vor uns liegt
aus ein paar Schafen werden ganze Herden
und wir wissen, wir haben nicht umsonst geliebt


Foto: http://www.endzeitinfo.wordpress.com

Letzte Rettung

Irgendwann stellt sich die wahre Liebe unter Beweis
mein Herz hast du mir ohne Absicht eh schon gestohlen
doch was nützt das alles ohne gegenseitiges Versprechen?
Ich schicke meine Gefühle auf dünnes Eis
und schaffe es nicht, sie zurück zu holen
denn schon jetzt drohen sie einzubrechen

Was wäre der Mensch ohne Fantasie?“
im Guten wie im Schlechten macht sie uns etwas vor
Mit mir ist sie wahrscheinlich durchgegangen
Heißt das, aus dem Kopf muss ich mir dich nun schlagen?
Wie die Dinge laufen weiß man eben nie
mal ist man ein Glückspilz und mal ein armer Thor

Mit einem Zauber hat alles angefangen…
Muss ich jetzt schon dessen Ende beklagen?
Was hätte Liebe werden können
ist vielleicht schon im Keim erstickt
wie Blumen, die welken, weil sie zu stark gegossen worden sind
Ich versuche mir mehr Ruhe zu gönnen
doch ich bin schon zu tief verstrickt
und versinke in den Wellen, weil ich nur in dir meine letzte Rettung find’

Bild: http://www.bessergesundleben.de

Herzlich, herzlicher, am herzlichsten

Einander mit Herzlichkeit zu begegnen, gelingt uns das in der Vorweihnachtszeit? Rücksicht aufeinander zu nehmen, wann haben wir das zuletzt erlebt? Was bedeutet überhaupt “Rücksicht nehmen”? Es hört sich so an, als würde ich mir da was herausnehmen, mir etwas nehmen, das nicht mir sondern jemand anderem gehört. Aber ist das wirklich so gemeint? Wenn wir etwas berücksichtigen, dann schauen wir nicht nur zurück, also auf das, was gewesen ist, sondern wir nehmen eine andere Perspektive ein. Wir lernen aus den Erfahrungen der Vergangenheit, um daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Und wir nehmen uns die Zeit, uns quasi selbst einmal von außen zu betrachten. Wie wirkt sich unser Verhalten auf diejenigen aus, die nach uns kommen oder denen wir begegnen?

Es kommt nicht selten vor, dass ich recht lange mit dem Auto an einer viel befahrenen Straße stehe, in die ich einbiegen möchte, doch mir gibt niemand die Chance dazu. Viele der an mir vorbeirauschenden Autofahrer sind zu sehr mit sich und ihren individuellen Absichten beschäftigt, sie müssen meistens schnell irgendwo hin, und da bleibt keine Zeit, kurz abzubremsen, um ein Auto – in dem Fall mich – vorzulassen. Wir müssen zurückschauen, um zu erkennen, was sich uns von hinten nähert. In der frühen Menschheitsgeschichte war das überlebenswichtig. Manche haben heutzutage bereits Probleme damit zu reagieren, wenn sich etwas oder jemand von der Seite nähert.
Foto: autobild.de

Im Auto unterwegs zu sein ist für viele ein Ausdruck von gehobenem Lebensstandard und auch eine gewisse Form von Bequemlichkeit. Wir fahren in der Regel gern, aber auch gern mal aus der Haut. Dann nämlich, wenn es mal nicht so läuft. Dabei ginge es mit Gelassenheit und Herzlichkeit bedeutend besser. Als Kind habe ich mich immer gewundert, wenn irgendwo stand “herzlichsten Dank” oder “Herzlichst, Ihr Soundso“. Wenn “herzlicher” die Steigerung von “herzlich” ist, dann ist “herzlichst” noch herzlicher. Herzlicher geht es buchstäblich gar nicht mehr. Dabei würde es schon reichen, dem oder der anderen etwas Herzlichkeit entgegen zu bringen. Nicht nur weil bald Weihnachten ist. Aber am gehetzten Zustand vieler Menschen ändert das nichts.

Haßfurt, der Ort in dem ich im Stadtmarketing arbeite, soll ab sofort herzlicher werden. Dazu wurde eigens ein neues Logo kreiert. Es reicht aber nicht, Herzchen zu verteilen und Herz-Aufkleber anzubringen. Das Gefühl muss im wahrsten Sinne des Wortes von herzen kommen. Meine erste bewusste “Begegnung” mit einem Herz als Symbol war in der Sendung “Ein Herz für Kinder”. Es gab auch einen Aufkleber dazu.
Ich dachte mir, wenn es “Ein Herz für Kinder” heißt, dann ist das ein Herz für mich. Schnell erkannte ich, dass es um ganz andere Kinder ging, nämlich solche, denen es nicht so gut ging wie mir. (Abb.: http://www.zdf.de)

Ich bewundere alle, die sich selbst zurücknehmen, um anderen zu helfen, sei es im Krankenhaus oder in der Pflege, als Sozialarbeiter oder in ähnlichen Berufen, noch dazu bei oft sehr schlechter Bezahlung. Beeindruckt war ich z.B. von der Initiative CareSlam (www.careslam.org), bei der Slammer von ihren Erfahrungen und Belastungen in der Pflege berichten. Oftmals sind es Texte, die zu Herzen gehen, die einen nicht kalt lassen. Da rollt etwas auf uns zu. Wir werden in den kommenden Jahren und Jahrzehnten mit einer stark steigenden Anzahl pflegebedürftiger Menschen rechnen müssen, aber wir – insbesondere die zuständigen Politiker – sind dabei uns zu verkalkulieren. Vor allem muss jenen, die sich aufopfern, nicht selten bis zur völligen Erschöpfung, endlich mehr Geld gezahlt werden, um damit Anreize zu schaffen, Pflegeberufe zu ergreifen.
Indem wir denen, die unsere Hilfe brauchen, einfach mal zuhören und je nach Möglichkeit auch tatsächlich helfen, bieten wir Rückhalt – ganz ohne Hinterlist.

Ich wünsche dir bzw. Ihnen ein Weihnachtsfest mit mehr Herzlichkeit und…

Bild: dukania.net

“Bedürfnisse” oder warum ich Maslow widersprechen muss

Die Zeiten ändern sich, die eigenen Auffassungen und Ziele. Das klingt logisch. Vielleicht ist es aber auch falsch, das so pauschal zu sagen, denn als Mensch bin ich mir durchaus treu geblieben. Ich habe immer noch das Ziel, ein erfülltes und glückliches Leben zu führen mit lieben Menschen an meiner Seite. Dazu gehört für mich natürlich, ein verlässlicher und hingebungsvoller Partner zu sein. Manchmal macht es einem das Leben in diesem Punkt nicht leicht. Vor allem möchte ich meinen Kindern ein guter Papa sein, mehr als nur ein guter Freund.
Entscheidend ist in meinen Augen, nicht alles auf der Welt vom Geld abhängig zu machen. Selbstverständlich möchte ich beruflich erfolgreich sein, denn viele Stunden des Tages verbringt man schließlich auf der Arbeit, aber die Kraft für gute Leistungen habe ich schon immer aus meinem Privatleben gezogen. Umgekehrt verliere ich meinen Halt, wenn ich privat keine Unterstützung mehr spüre und fallen gelassen werde.

In meinem Grundstudium der BWL in Bamberg glaubte ich zunächst noch an die Bedürfnispyramide des US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow, der alle menschlichen Sehnsüchte und Triebe in fünf Stufen unterteilt hat. Ganz unten, quasi als primäre Bedürfnisse, kommen bei ihm Atmung, Schlaf, Nahrung, Wohnraum, Gesundheit, Sexualität und Bewegung. Auf die zweite Stufe, also erstrebenswerter als die Ebene darunter, stellt er Recht und Ordnung, Schutz vor Gefahren, festes Einkommen und “ein Dach überm Kopf”. Hier schon muss ich dem guten Maslow nach heutigem Erkenntnisstand widersprechen. Die Atmung ist kein Bedürfnis. Sie läuft zum Glück ganz automatisch ab: Du musst nicht mehr darüber nachdenken, ob du ein- oder ausatmen sollst. Sonst würden wir bereits in unserer ersten Nacht alle sterben. Mein Bewegungsdrang ist stärker als mein Bedürfnis nach “Recht und Ordnung” und auch wenn man nicht von Luft und Liebe allein existieren kann, so spielen gutes, nach Möglichkeit gesundes Essen und Zärtlichkeit in meinem Leben entscheidende Rollen.
Foto: regenerationlounge.com

Auf die dritte Stufe packte Maslow seinerzeit eben genau diese sozialen Bedürfnisse wie Familie, Freundeskreis, Partnerschaft, Liebe und Intimität, die mir so wichtig sind. Und was kam bei ihm dann noch darüber? Status, Respekt, Anerkennung, Wohlstand, Luxus, Geld, Einfluss, private und berufliche Erfolge als Individualbedürfnisse. Heute wundert es mich nicht mehr, dass der Psychologe damit in BWL-Lehrbücher aufgenommen wurde. “Wohlstand, Luxus und Geld” sind Unternehmern oft erstrebenswerter als Liebe und Freundschaft. Diese Überzeugung geriet bei mir bereits im August 1998 ins Wanken. Damals schrieb ich den folgenden Text:

Unerhörtes Bedürfnis

Das Herz schreit gehetzt
Ich mag
nicht mehr!“
die Rufe
zu Kopf gestiegen
hört niemand
es springt irritiert
hin und her
in Maslows Hierarchie
doch gewiss nicht
in seinem Sinne
Auf einen Schlag
hält es
inne
verliert
das Gleichgewicht
und fällt
auf die Knie
und bleibt zuletzt
am Rand
der dritten Stufe
liegen

Als junger Student machte ich mir keinen Kopf darüber, warum die Selbstverwirklichung, so wie es Maslow beschreibt, nicht an erster Stelle stehen sollte. Es bestand kein Zweifel daran, dass ich mich selbst verwirklichen und meine Ideen weiter verfolgen wollte. Der Psychologe nennt als oberste Bedürfnisse Individualität, Talententfaltung, Perfektion, Erleuchtung und Selbstverbesserung. Immerhin erkannte er, dass man nicht irgendwann fertig entwickelt und “unverbesserlich” ist. Für mich beginnt die Talententfaltung jedes Menschen viel früher und perfektionistisch bin ich auch schon, seit ich denken kann. Das ist auch wirklich kein Zustand, auf den ich hinarbeite. Ich versuche eher, etwas lockerer mit den Dingen im Leben umuzugehen.
Ob mich die Erleuchtung irgendwann durchdringen wird, weiß ich nicht. Eines aber weiß ich genau: Für mich ist es zwar wichtig, was ich persönlich aus meinem Leben mache, aber oftmals ist es gar nicht in meiner Macht, weil dann eher die “Begleitumstände” den Ausschlag geben. Viel wichtiger als die egoistische Selbstverwirklichung ist es mir heutzutage, mich mit Menschen zu umgeben, die mir viel bedeuten und die mich auf ihre ganz eigene Weise inspirieren. Ich habe aufgehört, alles aus mir selbst heraus zu entwickeln. Es ist auch schön, auf die Talente und das Können anderer zu schauen und sich daran zu erfreuen.
Auch wenn ich selbstverständlich nicht tun und lassen darf, was ich will, so lasse ich mich dennoch nicht mehr in ein Korsett voller Pflichten hineinzwängen. Auf dieser Grundlage entstand Anfang November dieses Jahres das folgende Gedicht:

Zeit verlieren

Ich möchte raus aus dem Alltagstrott
und mit dir dem Arbeitsstress entflieh’n
Alles geht ohnehin schon viel zu flott
unsere Lebenszeit ist uns nur gelieh’n
Viele wollen immer schneller, höher, weiter
schalten nicht einfach mal einen Gang zurück
und fallen irgendwann erschöpft von der Leiter
– Ich suche jetzt in der Ruhe mein Glück
und während andere nach Materiellem gieren
in zu wenig Zeit füreinander verlieren sie sich
brauch ich nicht mehr als einfach nur dich
um mit dir noch etwas mehr Zeit zu verlieren


Quelle: funzentrale.com

Der nächste Umzug

Ich glaube, ich muss wieder umziehen. Nein, nicht weg aus Königsberg/Bayern, denn in dem schönen Haus am Sonnenhang mit dem tollen Garten bin ich ja gerade erst angekommen. Ich meine, die textmaler-Seite muss umziehen. Am 10. Januar 2013 habe ich meinen ersten Post veröffentlicht und bis vor wenigen Wochen war ich sehr zufrieden mit dem kostenlosen Service von wordpress.com. Dann kam quasi über Nacht die Mitteilung, dass von nun an Werbung auf meiner Seite erscheinen wird. Unter jedem neuen Post. Zuerst habe ich mir nicht viel dabei gedacht, dann aber musste ich sehen, dass immer zwei Werbeanzeigen untereinander platziert werden.

Das war bloß der erste Schritt. Die Inhalte der Anzeigen hatten zunächst noch Niveau, aber das ließ leider bei den letzten Posts immer mehr nach. Inzwischen nervt es mich bloß noch, Werbung auf “meiner” Seite zu sehen, die ich nicht beeinflussen kann. Und so werde ich wohl in Kürze zur kostenpflichtigen Seite wordpress.de wechseln. Für diese Werbefreiheit gebe ich gern ein paar Euro aus. Ich hoffe, dass technisch alles unkompliziert über die Bühne geht. Also drück(t) mir die Daumen 🙂

Foto: Christine Pfeiffenberger